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Leserbrief zum Artikel: "Hoffnungsschimmer für Papierfabrik Albbruck" vom 24.09.11
Leider sehe ich nach diesem runden Tisch keinen Hoffnungsschimmer für die Papierfabrik mehr. Die politischen Amtsträger sind hingegen zuversichtlicher, obwohl sie nichts in der Hand haben. Doch die Wirtschaft kennt keine Moral. Dies gilt insbesondere für Konzerne. Wo war die finnische Konzernspitze? Geht man so mit Menschen um, die man ihrer Zukunft beraubt?
Klamm heimlich schlich sich ihr Topmanager durch die Hintertür zur Konferenz. Besitzen Topmanager eigentlich noch ein Rückgrat? Sind sie nicht Manns genug, den Menschen vor Ort in die Augen zu schauen? Was UPM da anbietet, ist doch ein Witz. In 4 Wochen einen seriösen Investor zu finden, grenzt an ein Wunder. Was Herr Wurster gesagt hat, ist nicht so wichtig. Was er verschwiegen hat, umso mehr.
UPM wird einem Konkurrenten nie erlauben, die Papierfabrik zu übernehmen, denn sie möchten die Papiermenge auf dem Markt reduzieren. Ein unseriöser Investor hat nur das Interesse, die Papierfabrik auszuschlachten und die Mitarbeiter um ihre Abfindung zu bringen.
Leider sind unsere Gesetze in Deutschland viel zu konzernfreundlich. Auf Kosten der Arbeitnehmer bereichern sich immer mehr Konzerne. Was uns bleibt, ist die Hoffnung - und die stirbt bekanntlich zuletzt.
Kilian Kronimus