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Leserbrief zum Artikel: "Zukunft der Papieri weiter ungewiß" vom 24.10.11
Der schleichende Tod der Papierfabrik dient dazu, die Mitarbeiter bis zuletzt bei der Stange zu halten. Ein runder Tisch folgt dem anderen und die Ergebnisse werden immer dürftiger. Wenn die UPM an Menschlichkeit interessiert wäre, würde sie den Schließungstermin um einige Monate nach hinten verschieben, um Investoren wirklich eine Chance zu bieten.
Doch die Hinhaltetaktik bewirkt nur eines, dass die Verunsicherung der Menschen in der Region wächst. Die großen Parteien bekräftigen nur ihre Unfähigkeit. Sie stehen teilnahmslos daneben und appellieren halbherzig. Eine ganze Region wird kalt gestellt, weil man es bewusst versäumt, den Konzernen Daumenschrauben anzusetzen. In mir regt sich Wut und Enttäuschung. Sieht so eine soziale Marktwirtschaft aus, die einen fairen Umgang mit Unternehmern und Mitarbeitern gewährleistet? Ich zolle denen Hochachtung, die vor dem Aus stehen und trotzdem Ruhe bewahren.
Kilian Kronimus