Kreisverband Waldshut

Aus für Papierfabrik Albbruck

Datum: 
05.09.2011

Leserbrief zum Artikel: "Schließung der Papierfabrik Albbruck"

 

Die Papierfabrik Albbruck soll geopfert werden, weil die Rendite des Mutterkonzerns UPM nicht stimmt. Aufkaufen und dicht machen. So entledigt man sich lästiger Konkurrenz. Für Albbruck und die Region ist dies ein herber Schlag, denn das Traditionsunternehmen, die Papierfabrik, ist tief im Bewusstsein der Menschen hier im Südschwarzwald verwurzelt.

Dies ist wieder ein Beispiel für den ungezügelten Kapitalismus, den so genannten Raubritterkapitalismus, der von den großen Parteien so hoch gelobt wird. Die soziale Marktwirtschaft kommt unter Räder. Die Region steht vor einem großen Scherbenhaufen. Die Gemeinde Albbruck wird den Gürtel verdammt eng spannen müssen, um diese Katastrophe zu überstehen.

Mein Mitgefühl gilt den Mitarbeitern der Papierfabrik und ihren Familien, die bald ihren Job verlieren und vor einer ungewissen Zukunft stehen. Den vielen regionalen Unternehmen, die direkt oder indirekt von der Papierfabrik abhängig sind und diese neue Situation meistern müssen.

Kilian Kronimus