Neunjährige Gymnasialzeit (G 9) wieder flächendeckend und grundsätzlich einführen

Bildung ist mehr als nur an der Wirtschaft ausgerichtetes, möglichst schnelles Eintrichtern von Wissen

Die Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt (ÖDP) Baden-Württemberg unterstützt die bei openPetition gestartete Online-Petition der Elterninitiative "G9 jetzt! BW". Die neunjährige Gymnasialzeit soll wieder flächendeckend und grundsätzlich eingeführt werden. Die grün-schwarze Landesregierung hat sie als Schulversuch auf 44 Gymnasien beschränkt. "Bildung ist mehr als nur an der Wirtschaft ausgerichtetes, möglichst schnelles Eintrichtern von Wissen," so Verena Föttinger, die Sprecherin für schulische und kirchliche Angelegenheiten. "Bildung braucht Zeit und muss den ganzen Menschen umfassen. Dauerhaft gehetzte und gestresste Schülerinnen und Schüler wie auch Lehrkräfte lassen die Schule als Lernort verkommen." G 9 sei entwicklungspsychologisch nachhaltiger, weil Zeit für die Persönlichkeitsbildung wesentlich für ein gelingendes Leben sei. Dies gelte besonders in den kritischen Jahren der Pubertät. Auch um den ständigen Anstieg an neuen Inhalten und neuen sozialen und ökologischen Herausforderungen bewältigen zu können, dürfe Bildung nicht nur aus flüchtigem Antasten von Themen und Thesen bestehen, sondern bedürfe zunehmend auch einer fundierten und damit zeitintensiven Erforschung und Einordnung. "Wenn wir da nicht schnellstmöglich umsteigen, haben wir es in Zukunft mit zunehmend orientierungslosen jungen Menschen zu tun, " so Föttinger. Die achtjährige Gymnasialzeit solle auf besonders Begabte beschränkt werden.

Zur Petition

Verena Föttinger, Sprecherin der ÖDP Baden-Württemberg für schulische und kirchliche Angelegenheiten

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Stellungnahme zur Etappe 2 der Schweizer Standortsuche eines Atommüllendlagers

Der ÖDP-Kreisverband Waldshut hat Bedenken gegen ein Atommüllendlager im Deutsch-Schweizer Grenzgebiet geäußert und an der Anhörung beteiligt. Übrigens als erste Partei der Region!

ÖDP Waldshut gegen Atommüllendlager-Pläne der Schweiz

Der ÖDP-Kreisverband Waldshut legt als erste politische Partei vom Hochrhein sein Veto gegen die geplanten Standorte für ein Schweizer Atommüllendlager ein. In einem Schreiben an das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit Berlin (kurz BfE) legt der Kreisverband die Ängste und Sorgen vieler Bürger auf deutscher Seite dar.

„Obwohl es sich beim Anhörungsverfahren eher um eine Schein-Beteiligung der Bürger handelt, sehen wir es als unsre Pflicht an, unsere Gegenargumente darzulegen!“ so Kilian Kronimus, ÖDP-Kreisvorsitzender.

Ein Hauptargument gegen die Lagerorte ist die geologische Beschaffenheit. In Deutschland gilt Ton als Gestein zum Einlagern dieser Abfälle als nicht geeignet. Die Schweizer haben sich ausschließlich auf dieses Gestein festgelegt. Alle Lagerstandorte befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Rhein und zum Rheingraben. Hier werden ständig Erdbeben gemessen. Im benachbarten Kanton Aargau werden schon genug kerntechnische Anlagen betrieben. Die Region ist deshalb schon jetzt einem hohen Supergau-Risiko ausgesetzt.

Der Tourismus der gesamten Hochrhein- und Südschwarzwald-Region würde durch ein Endlager auf Schweizer Seite erheblich leiden. Und nichts hält ewig, auch kein Endlager. Wie in Asse und anderen Lagern besteht das Risiko, die Abfälle wieder zurückholen zu müssen. Auch dieser Fakt wird aus Sicht der ÖPD viel zu wenig Beachtung.

Solange es kein handfestes Ausstiegsszenario mit Umstieg auf erneuerbare Energien unter Beachtung der Versorgungssicherheit gibt, ist der Konflikt um die Risiken der Atomkraft nicht befriedet.

Wir fordern alle Bürger dazu auf, Ihre Bedenken schriftlich dem BfE mitzuteilen und den beiden Veranstaltungen in Hohentengen (09.01.) und in Tiengen (30.01.) teilzunehmen!

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