Landesparteitag bestätigt Landesvorstand weit gehend

Guido Klamt führt ÖDP Baden-Württemberg weitere zwei Jahre. Monika Diez aus Wertheim ist neu im Landesvorstand.

Am vergangenen Wochenende fand in Gerlingen der Landesparteitag der ÖDP Baden-Württemberg statt. Im Mittelpunkt stand dabei die Neuwahl des Landesvorstands. Dabei bestätigten die Delegierten weit gehend die Vorstandsmitglieder im Amt: An der Spitze der Partei steht weiterhin der Chemotechniker Guido Klamt (47 J.) aus Gerlingen (Kreis Ludwigsburg), der mit über 90 % der Stimmen ein sehr gutes Ergebnis erhielt. Auch der erste stellvertretende Landesvorsitzende, Michael Kefer (49 J.), Religionslehrer aus Teningen (Kreis Emmendingen), wurde mit über 90 % in seinem Amt bestätigt. Neuer zweiter stellvertretender Landesvorsitzender ist Josef Wagner (50 J.), Diplom-Mathematiker aus Tamm (Kreis Ludwigsburg), der Dieter Baur ablöst. Ergänzt wird der geschäftsführende Vorstand durch den Steuerberater Dirk Uehlein (49 J.) aus Karlsruhe als Schatzmeister. Außerdem wurden alle bisherigen Beisitzer in ihrem Amt bestätigt. Dies sind die Diplom-Übersetzerin Ute Göggelmann (59 J.) aus Lauda (Main-Tauber-Kreis) als Schriftführerin, der Dipl. Theologe Matthias Dietrich (47 J.) aus Reutlingen, der Dipl. Physiker Dr. Bernhard Keil (42 J.) aus Möckmühl (Kreis Heilbronn) und der Oberstudienrat i. R. Bernd Richter (75 J.) aus Schramberg (Kreis Rottweil). Neu als Beisitzerin zum Landesvorstand hinzugekommen ist die Familienfrau Monika Diez (64 J.) aus Wertheim (Main-Tauber-Kreis).

Ein zweiter Schwerpunkt auf dem Landesparteitag war die Vorstellung und Besprechung laufender Aktionen: So unterstützt die ÖDP den Volksantrag von Mehr Demokratie "Mehr Demokratie in den Landkreisen", mit dem Bürgerbegehren, Bürgerentscheide und Einwohneranträge auch in den Landkreisen ermöglicht werden sollen. Außerdem unterstützt die ÖDP Baden-Württemberg die NABU-Unterschriftenaktion "Gegengift - Pestizideinsatz in Baden-Württemberg halbieren".

(Foto: ÖDP Baden-Württemberg / Uli Stein; von links nach rechts: Guido Klamt, Josef Wagner, Monika Diez, Michael Kefer, Dr. Bernhard Keil, Dirk Uehlein, Ute Göggelmann; es fehlen: Bernd Richter, Matthias Dietrich)

neugewählter Landesvorstand ÖDP Baden-Württemberg Juni 2018

Zurück

Stellungnahme zur Etappe 2 der Schweizer Standortsuche eines Atommüllendlagers

Der ÖDP-Kreisverband Waldshut hat Bedenken gegen ein Atommüllendlager im Deutsch-Schweizer Grenzgebiet geäußert und an der Anhörung beteiligt. Übrigens als erste Partei der Region!

ÖDP Waldshut gegen Atommüllendlager-Pläne der Schweiz

Der ÖDP-Kreisverband Waldshut legt als erste politische Partei vom Hochrhein sein Veto gegen die geplanten Standorte für ein Schweizer Atommüllendlager ein. In einem Schreiben an das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit Berlin (kurz BfE) legt der Kreisverband die Ängste und Sorgen vieler Bürger auf deutscher Seite dar.

„Obwohl es sich beim Anhörungsverfahren eher um eine Schein-Beteiligung der Bürger handelt, sehen wir es als unsre Pflicht an, unsere Gegenargumente darzulegen!“ so Kilian Kronimus, ÖDP-Kreisvorsitzender.

Ein Hauptargument gegen die Lagerorte ist die geologische Beschaffenheit. In Deutschland gilt Ton als Gestein zum Einlagern dieser Abfälle als nicht geeignet. Die Schweizer haben sich ausschließlich auf dieses Gestein festgelegt. Alle Lagerstandorte befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Rhein und zum Rheingraben. Hier werden ständig Erdbeben gemessen. Im benachbarten Kanton Aargau werden schon genug kerntechnische Anlagen betrieben. Die Region ist deshalb schon jetzt einem hohen Supergau-Risiko ausgesetzt.

Der Tourismus der gesamten Hochrhein- und Südschwarzwald-Region würde durch ein Endlager auf Schweizer Seite erheblich leiden. Und nichts hält ewig, auch kein Endlager. Wie in Asse und anderen Lagern besteht das Risiko, die Abfälle wieder zurückholen zu müssen. Auch dieser Fakt wird aus Sicht der ÖPD viel zu wenig Beachtung.

Solange es kein handfestes Ausstiegsszenario mit Umstieg auf erneuerbare Energien unter Beachtung der Versorgungssicherheit gibt, ist der Konflikt um die Risiken der Atomkraft nicht befriedet.

Wir fordern alle Bürger dazu auf, Ihre Bedenken schriftlich dem BfE mitzuteilen und den beiden Veranstaltungen in Hohentengen (09.01.) und in Tiengen (30.01.) teilzunehmen!

Die ÖDP ÖDP Waldshut verwendet Cookies, um diese Website Ihren Bedürfnissen anzupassen. Zu den Cookie-Nutzungsbestimmungen