01.02.2018

Aufruf zur Demonstration "Fukushima - Strahlung ohne Ende" am 11. März

ÖDP fordert: Energiewende beschleunigen - Klimaziele einhalten!

Plakat zum Fukushima-Jahrestag 2018

Am 11. März 2011 kam es in Fukushima (Japan) in drei Atomreaktoren zur radioaktiven Kernschmelze. Bis heute dauert die unkontrollierte, gesundheitsgefährdende Freisetzung von Radioaktivität in die Umgebung und das Meer an. Unter den gesundheitlichen Auswirkungen leiden besonders die Kinder. Von den 48 Atomkraftwerken in Japan sind erst 5 wieder ans Netz gegangen, der Widerstand vor Ort hat weitere Inbetriebnahmen verhindert. Die olympischen Spiele, die 2020 in Japan stattfinden, sollen der Welt vortäuschen: der Super-Gau ist beherrschbar, ungefährlich und Vergangenheit. In Wirklichkeit gefährdet die Radioaktivität noch Jahrhunderte Menschen, Umwelt und Meer.

Zum Gedenken an die Katastrophe in Fukushima wird auch in diesem Jahr am 11. März in Neckarwestheim eine Demonstration stattfinden, die diesmal unter dem Motto "Fukushima - Strahlung ohne Ende" steht. Auch wir Ökodemokraten werden für "Atomausstieg sofort!" und "Regenerative, dezentrale Energiewende jetzt!" demonstrieren. Wir fordern, dass die Atomkraftwerke und Atomfabriken sofort stillgelegt werden, dass die Kohlekraftwerke schnellstmöglich vom Netz gehen und dass die Energiewende beschleunigt und die Klimaziele eingehalten werden.

Nehmen auch Sie mit uns an der Demonstration teil und zeigen Sie mit uns Flagge! Wir treffen uns um 12:30 Uhr am Bahnhof Kirchheim (Neckar). Dort beginnt der Demonstrationszug um 13:00 Uhr und führt zum Atomkraftwerk Neckarwestheim. Dort wird die Abschlusskundgebung stattfinden und auch die ÖDP mit einem Infostand anwesend sein. Ende der Demonstration ist um 16:00 Uhr. Für Absprachen und weitere Informationen nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf (Tel. 0711/6364644).

Weitere Informationen

Kategorie: Baden-Württemberg, Energie

Stellungnahme zur Etappe 2 der Schweizer Standortsuche eines Atommüllendlagers

Der ÖDP-Kreisverband Waldshut hat Bedenken gegen ein Atommüllendlager im Deutsch-Schweizer Grenzgebiet geäußert und an der Anhörung beteiligt. Übrigens als erste Partei der Region!

ÖDP Waldshut gegen Atommüllendlager-Pläne der Schweiz

Der ÖDP-Kreisverband Waldshut legt als erste politische Partei vom Hochrhein sein Veto gegen die geplanten Standorte für ein Schweizer Atommüllendlager ein. In einem Schreiben an das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit Berlin (kurz BfE) legt der Kreisverband die Ängste und Sorgen vieler Bürger auf deutscher Seite dar.

„Obwohl es sich beim Anhörungsverfahren eher um eine Schein-Beteiligung der Bürger handelt, sehen wir es als unsre Pflicht an, unsere Gegenargumente darzulegen!“ so Kilian Kronimus, ÖDP-Kreisvorsitzender.

Ein Hauptargument gegen die Lagerorte ist die geologische Beschaffenheit. In Deutschland gilt Ton als Gestein zum Einlagern dieser Abfälle als nicht geeignet. Die Schweizer haben sich ausschließlich auf dieses Gestein festgelegt. Alle Lagerstandorte befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Rhein und zum Rheingraben. Hier werden ständig Erdbeben gemessen. Im benachbarten Kanton Aargau werden schon genug kerntechnische Anlagen betrieben. Die Region ist deshalb schon jetzt einem hohen Supergau-Risiko ausgesetzt.

Der Tourismus der gesamten Hochrhein- und Südschwarzwald-Region würde durch ein Endlager auf Schweizer Seite erheblich leiden. Und nichts hält ewig, auch kein Endlager. Wie in Asse und anderen Lagern besteht das Risiko, die Abfälle wieder zurückholen zu müssen. Auch dieser Fakt wird aus Sicht der ÖPD viel zu wenig Beachtung.

Solange es kein handfestes Ausstiegsszenario mit Umstieg auf erneuerbare Energien unter Beachtung der Versorgungssicherheit gibt, ist der Konflikt um die Risiken der Atomkraft nicht befriedet.

Wir fordern alle Bürger dazu auf, Ihre Bedenken schriftlich dem BfE mitzuteilen und den beiden Veranstaltungen in Hohentengen (09.01.) und in Tiengen (30.01.) teilzunehmen!